Warum sich jede Zigarette anders dreht? Der große Feinschnitttabak-Guide
Jeder, der seine Zigaretten selbst dreht oder stopft, kennt es: Kein Drehtabak ist wie der andere. Der eine Tabak lässt sich leichter, der andere etwas schwerer verarbeiten – und dennoch bietet jeder sein ganz eigenes Raucherlebnis. Neben der Tabakmischung gibt es weitere Merkmale, die hierfür verantwortlich sind.
Bei Feinschnitttabak handelt es sich – wie der Name bereits vermuten lässt – um besonders fein geschnittenen Tabak. Je feiner der Schnitt, desto gleichmäßiger lässt sich der Tabak auf dem Zigarettenpapier verteilen und desto einfacher kann eine gleichmäßig feste Zigarette gedreht oder gestopft werden.
Ein breiterer Schnitt weist hingegen ein anderes Füllverhalten auf und beeinflusst dadurch auch das Abbrennverhalten. Feinschnitttabak brennt in der Regel gleichmäßiger ab. Zum Vergleich: Pfeifentabak besitzt häufig eine Schnittbreite von etwa 1,5 mm, während Feinschnitttabak meist zwischen 0,3 und 0,65 mm liegt.
Auch die Fasern und die damit verbundene Struktur des Tabaks spielen eine wichtige Rolle bei der Verarbeitung. Dazu zählen unter anderem die Länge, die Elastizität und die Beschaffenheit der Fasern. Je nach Zusammensetzung kann sich Zigarettentabak unterschiedlich anfühlen und leichter oder fester drehen beziehungsweise stopfen lassen.
Was die Feuchtigkeit eines Tabaks ausmacht
Der optimale Feuchtigkeitsgrad wird von den Herstellern sorgfältig abgestimmt. Denn ein zu trockener Tabak ist häufig krümelig, lässt sich schlechter verteilen und verbrennt zudem schneller. Ein zu feuchter Tabak hingegen erschwert das Drehen oder Stopfen.
Für viele Verbraucherinnen und Verbraucher ist dies einer der Hauptgründe, weshalb sich manche Feinschnitttabake lockerer, andere hingegen kompakter oder gleichmäßiger verarbeiten lassen.
Warum ist Selbstdrehen oder Stopfen meist günstiger?
Selbst gedrehte oder gestopfte Zigaretten sind in der Regel deutlich günstiger als fertig hergestellte Zigaretten. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Besteuerungen.
Tabak zum Selbstdrehen oder Stopfen wird nach seinem Gewicht besteuert. Bei Fertigzigaretten setzt sich die Tabaksteuer dagegen aus einem festen Steuerbetrag je Zigarette, sowie einem prozentualen Anteil des Kleinverkaufspreises zusammen.
Tipps für die richtige Lagerung von Feinschnitttabak
- Richtig verschließen: Damit der Tabak nicht austrocknet, sollte er nach jedem Gebrauch sorgfältig verschlossen werden.
- Vor Wärme schützen: Der richtige Lagerort macht einen großen Unterschied. Feinschnitttabak sollte weder in der Nähe einer Heizung noch in direkter Sonneneinstrahlung gelagert werden. Auch starke Temperaturschwankungen können die Qualität des Tabaks beeinträchtigen.
- In der Originalverpackung aufbewahren: Tabak aus Pouches oder Dosen sollte möglichst nicht umgefüllt werden. Die Originalverpackungen sind speziell dafür entwickelt, den Tabak mithilfe besonderer Materialien vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen. Gleichzeitig sorgt die luftdichte Verpackung dafür, dass der Tabak länger seine optimale Feuchtigkeit behält und vor dem Austrocknen geschützt wird.
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